Unser Aprilscherz - Oranienburg als sinnvolle Ergänzung zum BER

Die Fraktion SPD/LGU im Kreistag will einen neuen Flughafen Oranienburg. Dieser könnte unweit des Areals des einstigen Flugplatzes zwischen Germendorf und Leegebruch gebaut werden. „Optimale Infrastruktur, gute Erreichbarkeit und Anbindung an die europäischen Metropolen – das ist das, was Oberhavel gut zu Gesicht steht", meint dazu der Fraktionsvorsitzende Andreas Noack. "Mit einem Flughafen Oranienburg unmittelbar vor den Toren Berlins bieten wir vielen hundertausenden Fluggästen eine direkte Brücke zur Bundeshauptstadt", erläutert er und zählt auf, was für einen Flugplatz in Oranienburg spricht: "Aktuell ist nicht wirklich absehbar, wann der Großflughafen BER in Betrieb geht. Außerdem mutmaßen Experten, dass er für die reisefreudigen Menschen in Berlin und Brandenburg zu klein dimensioniert ist. Last but not least befindet er sich südlich Berlins. Ein reaktivierter Flughafen in unserer Kreisstadt ist perfekt zu erreichen für Fluggäste der nördlichen Berliner Bezirke sowie des nördlichen Brandenburg und ganz Mecklenburg-Vorpommern. Insofern würde von einem Flughafen Oranienburg nicht nur der Landkreis Oberhavel profitieren. Er würde auch unseren Nachbarn helfen, zügig und sicher in den Urlaub oder zum Businesstermin zu starten."


Auch der Kreistagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Oranienburg Dirk Blettermann ist von dem Projekt überzeugt: „Da der Flugplatz in Oranienburg vor allem militärisch genutzt wurde, können wir ihn durch eine Reaktivierung endlich einer zivilen Nutzung zuführen. Das ist für uns besonders wichtig", betont er. "Zwar ist ein Teil der einstigen Start- und Landebahn jetzt für die Umgehungsstraße B 96 genutzt. Wir gehen aber davon aus, dass unmittelbar daneben Platz für eine neue Start- und Landebahn ist. Eine Vor-ort-Begehung hat uns überzeugt: Wir wollen einen neuen Flughafen Oranienburg!“ so Blettermann.

Zum Hintergrund: Der Flugplatz in Oranienburg wurde von 1936 bis 1939 gebaut und bis 1945 von den Heinkel-Werken als Werksflughafen, dann auch von der Wehrmacht genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gelände Militärflugplatz der sowjetischen Luftstreitkräfte. Mit dem Abzug der Besatzungsmächte verfiel der Flughafen in den Dornröschenschlaf. Seit 2003 wurde der größte Teil der Start- und Landebahn für den Neubau der Bundesstraße 96, die Umgehungsstraße von Oranienburg, geopfert. (SF)