Corona: Dank für besonnenes Vorgehen des Kreises

Seit zwei Monaten hält der SARS CoV2-Virus die Gemeinden und Städte im Landkreis Oberhavel in Atem. Während das gesellschaftliche Leben erheblich eingeschränkt ist, stehen jetzt alle Bereiche im öffentlichen Fokus, die die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger und unsere Infrastruktur sichern. Einzelhandel, Pflege, Feuerwehr, Polizei, ÖPNV, Energie, Entsorgung, Bildung, Verwaltung und alle, die für unser System bedeutsam sind, leisten ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen für uns alle. "Dies gilt in besonderer Weise für die Kreisverwaltung, die seit Beginn der Corona-Krise nachvollziehbar und transparent handelt und zügig die jeweiligen Vorgaben der Landesregierung umsetzt. Verschiedene Telefon-Hotlines stehen den Menschen in Oberhavel an sieben Tagen in der Woche mit Rat und Tat zur Seite, in einem umfangreichen Dossier im Internet sind alle aktuellen Informationen zusammengestellt. Ein Krisenstab unter Leitung des Landrates hält die Fäden in der Hand und hat das Personal so organisiert, dass die Handlungsfähigkeit der Verwaltung zu allen Zeiten gegeben ist. Dabei ist die außergewöhnliche Situation für alle sehr fordernd. Das verdient unseren Respekt und unseren Dank", betonen die Vorsitzenden der Kreistagsfraktion SPD/LGU/Tierschutz Sabine Fussan und Patrick Krüger.

"Bisher ist es im Zusammenspiel mit vielen Akteuren gelungen, den Corona-Virus so gut als möglich in Schach zu halten. Dann hat eine Reinigungskraft von außerhalb die Infektion in die Gemeinschaftsunterkunft in Stolpe-Süd getragen. Solch eine Infektion an einem Ort, wo viele Menschen auf beschränktem Raum leben, löst einen Schreckmoment aus. Auch hier geht die Kreisverwaltung besonnen und konsequent gegen die weitere Ausbreitung des SARS Cov2-Virus' vor", erklärt dazu Patrick Krüger. "Alle Bewohnerinnen und Bewohner in den sechs Häusern wurden auf eine Virusinfektion getestet. Die Mehrheit der positiv getesteten Personen zeigt keine oder nur leichte Symptome. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, erfolgte eine Trennung von infizierten und nicht infizierten Menschen in separaten Häusern. Die notwendigen Umzüge innerhalb der Liegenschaft verliefen trotz Sprachbarrieren nahezu problemlos", berichtet er.

"Die Infektionszahlen für Oberhavel sind zwar folgerichtig gestiegen, liegen aber sonst weiter auf einem stabilen Level. Insofern ist die Entscheidung, die Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb der Gemeinschaftsunterkunft zu versorgen und nicht über den Kreis zu verteilen, absolut richtig", so Sabine Fussan. "In Hennigsdorf sind alle Leistungen, wie beispielsweise ein zentral gesteuerter Einkauf oder die Betreuung durch die Sozialarbeit am besten gewährleistet. Zudem bietet der Standort bei einem ernsteren Krankheitsverlauf mit der nahen Klinik das leistungsfähigste Krankenhaus in der Region. Die Kreisverwaltung hat die Gesamtsituation zusammen mit der Bewohnerschaft und den Akteuren vor Ort gestemmt. Dafür möchte sich unsere Fraktion bei allen Beteiligten auf diesem Wege herzlich bedanken", betont Fussan.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass wir alle gemeinsam viel dafür tun können, gut und hoffentlich gesund durch diese Krise zu kommen. Daher sollten alle Bürgerinnen und Bürger weiter die offiziellen Empfehlungen zu Prävention und Hygiene befolgen. Wir danken ausdrücklich allen, die in dieser außergewöhnlichen Zeit nicht panisch, sondern ruhig und mit Bedacht handeln. Helfen Sie weiter ihren Nachbarinnen und Nachbarn und allen Menschen, die Hilfe benötigen. Achten Sie aufeinander! Und bleiben sie gesund!", so die beiden Fraktionsvorsitzenden abschließend. (SF)